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Tag 24

China

Freitag, 8. Juni 2018

Chinesische Muslime

Sehnsucht nach einem Vermittler

Was für eine Art von Architektur dieses Foto wohl zeigt? Ein Gebäude, einen Palast oder ein Kloster? Obwohl das Zeichen des Halbmondes erkennbar ist, ist es doch keine Moschee. Was ist es dann?

Im Nordwesten Chinas wird solch eine Konstruktion von chinesischen Muslimen (wie den Hui, Donxiang und Baoan) Gong Bei genannt. Der Name weist auf eine Gedenkstätte für einen Su  Heiligen hin, der zugleich ein muslimischer spiritueller Führer ist.

Die ursprüngliche Bedeutung von Gong Bei ist „ein gewölbtes Gebäude“ oder „ein Rundbogen-Pavillon“. Früher war es üblich, dass die Nachfolger ihrem verstorbenen geistlichen Führer einen Schrein auf einem islamischen Friedhof bauten. Für Muslime ist das Grab eines Heiligen ein Ort, wo die Lebenden Kontakt mit den Toten aufnehmen können. Es dient auch als Versammlungsort für die Menschen in der Umgebung.

Zu besonderen Anlässen versammelt sich eine große Menschenmenge an solch einem Gong Bei. Sie singen zur Ehre der Toten und preisen ihren geistlichen Führer. Die Nachfolger des Heiligen rezitieren Verse aus dem Koran oder beten für die Toten. Sie gehen sogar davon aus, dass ihr verstorbener Führer als Vermittler zwischen ihnen und Gott eintreten und für sie Fürsprache einlegen kann.

Wir beten

                          • In 1. Timotheus 2,4-6 wird Jesus Christus als Mittler zwischen Mensch und Gott beschrieben. Wir beten, dass chinesische Muslime ihn als solchen kennenlernen.
                          • Für Muslime, die zu den Gong Bei kommen, dass Gott ihnen die Liebe Jesu deutlich macht.
                          • Für ein mutiges und liebevolles Zeugnis der chinesischen Christen.