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Tag 20

Kenia

Montag, 4. Juni 2018

Die Bajun in Kenia

Arabische Händler, die sich vor hunderten von Jahren an der Küste Ostafrikas niederließen, heirateten einheimische Frauen. Sie führten den Islam als Religion und Lebensstil in die aus diesen Mischehen entstandene Bevölkerung ein, die man heute die Bajun oder Suaheli Bajun nennt.

Als Küstenbewohner arbeiten die Bajun traditionell als Fischer, obwohl viele heute auch im Handel tätig sind. Alles ist von der arabischen Kultur geprägt: die scharf gewürzten Gerichte, die Familien und die sozialen Strukturen. In Ostafrika befolgt diese Volksgruppe den Islam am genausten.

Von den Männern wird erwartet, dass sie für ihre Familie sorgen. Doch die regionale Wirtschaft hängt stark vom Tourismus ab. Dieser ist in der letzten Zeit als Folge terroristischer Attentate stark zurückgegangen. Viele Frauen ergänzen das Familieneinkommen durch Kochen, Nähen oder Handel von zuhause aus. Viele machen sich Sorgen über den zunehmenden Missbrauch von Drogen unter jungen Männern.

Die Küstenregion Kenias ist traditionell stark vom Islam geprägt, während die Bevölkerung im ganzen Land mehrheitlich christlich ist. Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen. Die Bajun haben ein ambivalentes Verhältnis zu den Christen , manche betrachten sie sogar als Feinde.

Wir beten

                      • Dass die Bajun Gelegenheiten erhalten, die Liebe Jesu zu verstehen und ihre Herzen für seine Botschaft öffnen.
                      • Für die Jugendlichen, dass sie nicht in den Extremismus abirren. Für ein friedliches Zusammenleben mit der christlichen Mehrheit im Land.
                      • Für die vielen Drogenabhängigen, dass sie frei werden und ihre Familien sie dabei unterstützen.