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Tag 22

Jordanien

Mittwoch, 6. Juni 2018

Die Domari in Jordanien

Ein Mitarbeiter berichtet:

Ich traf Tara in dem typischen Zelt der Domari, als sie 12 Jahre alt war. „Betest du?“ fragte sie mich bei unserem ersten Treffen. Ein Mädchen, dem der Glaube wichtig ist! Als sie die Geschichte von Jesu Tod und Auferstehung las, sagte sie: „Ich möchte eine Nachfolgerin Jesu werden!“ Sie hatte viele Fragen, aber wir beten, dass sie als eine der ersten in ihrem Volk diesen Schritt wagt.

Tara ist eine von drei Millionen Menschen aus der Volksgruppe der Domari, die im Irak, Syrien, Jordanien, Libanon, Israel und den Palästinensischen Gebieten leben. Anderswo unter dem Namen „Sinti und Roma“ bekannt, stammt dieses Volk ursprünglich aus Nordindien. Sie sprechen Domari und Arabisch.

Seit Jahrhunderten werden die Domari vom sozialen Leben der Menschen um sie herum ausgeschlossen. Sie geben sich nicht gerne als Domari aus, weil sie sonst mit Betteln und Stehlen in Verbindung gebracht werden. Als Nomaden mit niedrigem Einkommen haben sie keine guten Bildungschancen. Die Beschäftigungsrate ist niedrig, obwohl es unter ihnen gute Schmiede und hervorragende Musiker gibt. Schlechte Wohnverhältnisse sorgen für weitverbreitete Krankheiten. In ihrer Kultur spielt das Symbol des Rades eine wichtige Rolle, das den nomadischen Lebensstil repräsentiert. Gleichzeitig weist es auch auf den Kreislauf der Armut hin, in dem viele gefangen sind. Die Domari haben die Religion des Islam angenommen. Doch ihre religiöse Praxis ist mit abergläubischen Praktiken vermischt. Durch einen liebevollen Ansatz unter dieser weitgehend unerreichten Volksgruppe haben sich in letzter Zeit Türen für das Evangelium geöffnet.

Wir beten

                        • Für verbesserte Wohnverhältnisse, Gesundheitsfürsorge, Schulbildung und Arbeitsmöglichkeiten.
                        • Für weitgeöffnete Herzen der Domari für die Frohe Botschaft.
                        • Für die Mitarbeiter, die sich mit großer Liebe um diese Menschen kümmern.