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Tag 3

Völker im Kaukasus

Freitag, 18. Mai 2018

Die Frucht der Furchtlosen

Die wunderschöne Berglandschaft zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer gehort teilweise noch zu Europa. Und doch leben hier einige der am wenigsten erreichten muslimischen Völker in bedrückender geistlicher Dunkelheit. Sie sprechen 45 verschiedene, sehr komplexe Sprachen. Durch die Abgeschiedenheit der Berge sind uralte Traditionen wie die Blutrache noch heute lebendig. Die Menschen misstrauen allen Fremden und lehnen jede Veränderung ab. Kultur und politische Lage machen es extrem schwer, als Ausländer hier zu leben und Jesus zu dienen.

Auf die Frage, wovor Kaukasier Angst haben, kommt die Antwort: „Vor nichts und niemandem!“ Aber in einem ehrlichen Moment würden sie doch drei Dinge nennen (die jeweils von einem allgegenwärtigen Gegenstand symbolisiert werden):

  1. Die Angst, ihre Ehre zu verlieren: Der kaukasische Dolch ist immer in der Nähe, um die eigene Ehre zu verteidigen, so dass Streit und Gewalt weit verbreitet sind.
  2. Die Angst vor bösen Geistern: Die Menschen fürchten sich, versucht oder von einem Dschinn (Geistwesen) heimgesucht zu werden. Deshalb hängt über jeder Eingangstür ein umgedrehter Teekessel, damit diese den Eingang nicht  finden.
  3. Die Angst, aus der Umma (der islamischen Gemeinschaft) ausgeschlossen zu werden: So wie ein einzelner Faden in den hier gewobenen Teppichen nichts bedeutet, ist der Einzelne im Vergleich zur Gemeinschaft unbedeutend. Nichts ist schlimmer, als aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.

Wir beten

  • Dass Jesus sich den kaukasischen Völkern in ihrer geistlichen Dunkelheit offenbart.
  • Um mehr Mitarbeiter für diese Region, in der das Leben für Nachfolger Jesu extrem schwierig ist.
  • Dass viele Kaukasier durch Jesus Christus von ihren Ängsten befreit werden.