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Tag 4

Jemen

Samstag, 19. Mai 2018

Jemenitischer Krummdolch

Jeder männliche Jemenit trägt aus Tradition eine „Jambia“ um den Bauch, einen scharfen, gebogenen Dolch, als Schmuckstück und Symbol der Männlichkeit und Stärke. Aber das ärmste Land der Arabischen Halbinsel ist massiv geschwächt: Die täglichen Bombenangriffe durch Saudi Arabien seit 2015 haben unzählige Menschenleben gefordert und die weltgrößte Hungersnot verursacht. Fast 90 Prozent der Bevölkerung hungert!

Cholera und andere kriegsbedingte Folgen verschlimmern die katastrophale Lage und für Millionen Jemeniten ist der Überlebenskampf fast aussichtslos.

Erstaunlicherweise wächst gerade in den großen Schwierigkeiten im Jemen die einheimische Untergrundkirche. Längere Zeit versteckten sich die an Jesus Glaubenden aus Furcht vor den Risiken. Seit dem Krieg im Frühjahr 2015 haben sie ihre Menschenfurcht abgelegt, stehen mutig auf und bekennen unerschrocken ihren neuen Glauben. Alte und Junge, Schiiten und Sunniten, Nord- und Süd-Jemeniten, Männer und Frauen treffen sich in Kleingruppen und gründeten eine einheimische Untergrundkirche. „Wir haben durch unseren neuen Glauben viel gewonnen und wenig zu verlieren!“

Und doch zahlen sie einen hohen Preis. Amanis* Mann z. B. wurde direkt vor ihren und den Augen ihrer vier Kinder erschossen, weil er einer der Leiter der jemenitischen Kirche war. Die Witwe musste in eine andere Stadt fliehen.

*Namen von Personen sind aus Sicherheitsgründen geändert.

Wir beten

  • Für Schutz, Bewahrung und Kühnheit der jemenitischen Christen, die beschlossen haben, in ihrem Land zu bleiben, um Licht in der Dunkelheit zu sein und die mithelfen, eine Zukunft aufzubauen.
  • Dass Millionen Hungernden durch Lebensmittel und geistliche Nahrung geholfen werden kann.
  • Dass der Krieg aufhört und das Morden gestoppt wird.