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Tag 6

Südthailand

Montag, 21. Mai 2018

Malaien in Südthailand

Die etwa 2 Millionen Pattani-Malaien sind thailändische Muslime, die ethnisch zu den Malaien gehören. Die meisten von ihnen bevölkern die südlichsten Provinzen Thailands, die an Malaysia grenzen. Händler brachten im 14. und 15. Jahrhundert den Islam auf die malaysische Halbinsel. Die Provinz Pattani gilt als eine der „Wiegen“ des Islam in Südostasien. Die Pattani-Malaien heben sich von den anderen Thai ab, die mehrheitlich Buddhisten und Animisten sind.

Die meisten Pattani-Malaien leben in Dörfern und arbeiten dort seit vielen Generationen als Fischer. Sie sind begabte Handwerker und stellen farbenfrohe Fischerboote her, die Kolae genannt werden und nicht nur der Dekoration dienen, sondern ihr Überleben sichern. Zu ihrem reichen kulturellen Erbe gehören auch die Herstellung leuchtender Batik-Stoffe und die Ausübung der malaiischen Kampfsportart Silat. Das typische Essen hat einen ganz eigenen, oft pikanten Geschmack – eine Mahlzeit kann ein echtes kulinarisches Abenteuer sein.

Die meisten Pattani-Malaien sind arm und leiden unter den ständigen Unruhen in ihrer Region, die durch Unabhängigkeitsbestrebungen muslimischer Gruppen und die Gegenmaßnahmen der staatlichen Organe verursacht werden. Viele Jugendliche sind von Drogenmissbrauch und Arbeitslosigkeit betroffen.

Wenn man die Fischer bei der Arbeit sieht, wird man an die Kultur zur Zeit Jesu erinnert. Er rief mehrere Fischer auf, ihm nachzufolgen, wo immer er auch hingehen würde. Wie sehr wünschen wir uns, dass auch Pattani-Malaien Jesus nachfolgen.

Wir beten

  • Dass die malaiischen Fischer in Pattani Jesus folgen und zu Menschen schern werden.
  • Dass die Pattani Möglichkeiten bekommen, ihr Einkommen zu verbessern, ihre traditionellen Berufe weiter auszuüben und Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Um andauernden Frieden und Stabilität im äußersten Süden Thailands.