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Tag 5

die Dagomba in Nord-Ghana

Sonntag, 20. Mai 2018

Medizin gegen schlechte Wünsche

Als Familienoberhaupt und Ätester ist Abdulai ein angesehenes Mitglied der Dorfgemeinschaft. Trotzdem lebt er in Angst vor jenen, die seiner Familie durch Hexerei schaden könnten. Seine Art, sich zu schützen, nennt sich Nangbantotim. Dies bedeutet so viel wie „schlechte-Wünsche-Medizin“ und ist ein Brauch, der unter den Muslimen der Dagombas weit verbreitet ist.

Bevor fremde Menschen ein neugeborenes Kind sehen dürfen, wird eine Kräutermischung von einem traditionellen Heiler (Zauberdoktor) besorgt: verbrannte gemahlene Kräuter werden mit Shea Butter in einem Tongefäß gemischt. Mit dieser „Medizin“ wird ein Kreuz über die Zimmertür und auf einen Fuß des Kindes gemalt. Ein wenig davon wird in den Mund des Neugeborenen oder in sein Amulett gesteckt. Zusammen mit dem Symbol des Kreuzes, welches als Zeichen für einen allgemeinen Schutz gilt, soll dieses Ritual als Gegenmittel für Flüche wirken, die auf das Kind gelegt werden könnten.

Abdulai hat das Kreuzsymbol auf allen Wänden seines Zimmers angebracht als Schutz vor starken Stürmen während der Regenzeit. Abdulai ist stolz, Nangbantotim Kräuter zu besitzen. Er möchte sie eines Tages seinen Kindern vererben. Er glaubt, dass Menschen davon abgeschreckt werden, ihm zu schaden, weil sie wissen, dass er diese Kräuter besitzt.

Wir beten

  • Um Gottes Segen für die Dagomba-Familien, für gute Ernten, Verbesserungen in Gesundheitswesen und Bildung, besonders auf dem Land.
  • Dass die 1,2 Mio. Dagomba Muslime durch die Kreuzzeichen auf Jesus und seine Kraft aufmerksam werden und das Evangelium kennenlernen.
  • Für die wenigen an Jesus gläubigen ehemaligen Muslime, dass sie in ihren Dörfern Vorbilder sind und akzeptiert werden.