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Tag 18

Irak

Samstag, 2. Juni 2018

Schüten im Irak

Am 10. Tag des 1. Monats des islamischen Kalenders denken Schiiten an den Tod eines ihrer am meisten verehrten Vorbilder, des Enkels Mohameds. Bei einem Aufstand gegen die Umayyaden kam Hussein und mit ihm fast die ganze Führerschaft der Schiiten in der heute irakischen Stadt Kerbela ums Leben. Deshalb strömen Schiiten jedes Jahr durch die Straßen und geißeln sich selbst in Erinnerung an das Leiden ihrer damaligen Führer. Manche sagen, dass Schiiten ständig in einem Zustand der Trauer sind, weil die Theologie des Leidens ihre religiöse Kultur tief durchzieht.

Schiiten werfen sich wie Sunniten im Gebet nieder, legen ihre Stirn aber auf eine kleine Tonplatte, die Turba, die aus Lehm aus der Stadt Kerbela gemacht ist. Die Turba und der Abdruck, den sie auf der Stirn hinterlässt, sind ein Symbol der Ehre und Erinnerung an das, was ihre Vorfahren erduldet haben.

Schiiten machen etwa 60 % der 36 Millionen Einwohner des Irak aus. Die christliche Bevölkerung im Irak schwindet mehr und mehr. Aufgrund der schon jahrelang sehr schwierigen und gefährlichen Situation im Land leben momentan auch kaum ausländische Nachfolger Jesu dort. Wie sollen Schiiten im Irak von Jesus hören, der die Ketten ihres endlosen Leidens brechen kann? Wer wird ihnen erzählen, dass Christus für sie gelitten hat und es deshalb Hoffnung gibt?

Wir beten

                      • Dass irakische Christen im Irak bleiben und Mitarbeiter aus dem Ausland dem Ruf zu den Schiiten im Irak folgen und sie gemeinsam mutig Christus bezeugen.
                      • Um Freiheit für Iraker, ihren Glauben an Jesus im Frieden praktizieren zu können.
                      • Dass die verbleibende einheimische Gemeinde Jesu weiter ein Licht in der Dunkelheit der irakischen Wüste ist.