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Tag 14

Berlin

Dienstag, 29. Mai 2018

Tschetschenen in Berlin

Aslan wuchs in einer kleinen Stadt in den Bergen des Kaukasus auf. Wie viele andere Tschetschenen liebte er den Kampfsport. Kämpfer zu sein bedeutete für ihn, Tschetschene zu sein. Die Berge sind für ihn ein Symbol der Freiheit. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann ein fürchterlicher Krieg zwischen Tschetschenen und Russen. Aslan war selber noch zu jung, um Soldat zu sein. Eines Tages wurde auch das Haus von Aslans Familie zerstört. Sie überlebten und  flohen zu Verwandten.

Als Tschetschene musste er nicht in der russischen Armee dienen, so heiratete er recht früh. Gleichzeitig baute er sich eine kleine Existenz mit einer Autowerkstatt auf. Als seine Frau das zweite Kind erwartete, erhielt er Besuch vom Geheimdienst. Sie wollten ihn als Spion anwerben. Er solle sich einer tschetschenischen Kampfgruppe anschließen und öffentlich deutlich machen, dass er fortan einen radikalen Islam lebe. Man gab ihm drei Tage Zeit sich zu entscheiden. Aus Erfahrung wusste Aslan, dass er irgendwann getötet würde. Er  oh nach Berlin, denn dort leben mehr als 10.000 Tschetschenen. Weltweit wird ihre Zahl auf 1,5 Millionen geschätzt. Sie bilden eine enge Gemeinschaft mit starker sozialer Kontrolle.

Aslan fand zusammen mit seiner Familie Zuflucht in Berlin. Er gründete eine kleine Baufirma und besucht eine tschetschenische Moschee. Sein Herzenswunsch ist Frieden in Tschetschenien und die Rückkehr nach Hause in die Berge. In Tschetschenien ist es fast unmöglich für Christen, Gemeinden zu gründen. Hier in Berlin haben wir die Freiheit, dieses Volk mit dem Evangelium bekannt zu machen.

Wir beten

                • Dass Gemeinden in Berlin aktiv werden, um Tschetschenen wie Aslan von dem Frieden und der Freiheit zu erzählen, die allein Jesus schenkt.
                • Dass Hauskreise und Gemeinden unter den Tschetschenen in Berlin entstehen.
                • Dass gläubige Tschetschenen im Kaukasus von Jesu Frieden weitersagen.