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Gebetskalender 2012

Tag 18
Mittwoch, 8. Juni 2016

Die Manya in Guinea

Guinea liegt an der Küste Westafrikas und hat rund 10 Mio. Einwohner. Es ist die Heimat von etwa 40 Volksgruppen, die im Laufe der Geschichte größtenteils islamisiert wurden. Obwohl Guinea sehr reich an Bodenschätzen ist, zählt es zu
den ärmsten Ländern der Welt. In Macenta, einer Provinz im Südosten Guineas, leben knapp 50.000 Angehörige des Volkes der Manya.

Karim ist heute 50 Jahre alt. Als kleiner Junge besuchte er die Koranschule, bis er alt genug war, um auf dem Feld mitzuarbeiten. Zu Hause sah er seine Eltern die muslimischen Gebete verrichten und erlebte die jährliche Fastenzeit mit. Doch weder Vater noch Mutter erklärten ihm den Weg der Religion. Außerdem stimmte das Verhalten des Vaters nicht mit seinen Gebeten überein. Als Karim acht Jahre alt war, verstieß der Vater Karims Mutter und nahm sich eine andere Frau. Karim durfte nicht zur Schule gehen, er musste seine Familie mit harter Feldarbeit miternähren. Als Karim älter wurde, fing er an, durch okkulte Praktiken anderen Menschen Schaden zuzufügen. Gleichzeitig arbeitete Gott in seinem Leben und redete auf unterschiedliche Weise mit ihm. Das führte dazu, dass Karim die zerstörerischen Rituale nicht mehr ausführen wollte und konnte.

Eines Tages kam eine Frau in sein Dorf und erzählte von der guten Nachricht von Jesus Christus. Karim verstand sofort und nahm Jesus als seinen persönlichen Erlöser an. Darauf verbrannte er seine Zaubergegenstände und ließ sich taufen. Von den leitenden Manya verspürte er Widerstand, doch schließlich akzeptierten sie seine Entscheidung.

Karim ist Jesus sehr dankbar für das befreite Leben, das er nun führen kann. Mit Freude bezeugt er seinen Retter unter den Manya. Er leidet darunter, dass so viele Angehörige seiner eigenen Volksgruppe in großen Nöten sind, weil sie, obwohl Muslime, in Machenschaften von traditionellen Heilern verstrickt sind, die okkulte Handlungen durchführen.

Es sind kaum Christen unter den Manya bekannt. Allerdings lebt das Volk der Toma in direkter Nachbarschaft. Dort gibt es einige christliche Gemeinden. Aber Vorbehalte und kulturelle Unterschiede hindern die Christen meist daran, die gute Nachricht an Menschen der anderen Volksgruppe weiterzugeben.

WIR BETEN:

  • Für die familiären Verhältnisse: Männer nehmenoft mehrere Frauen, können diese und ihre Kinder aber kaum versorgen. Um zu überleben, kehren die Frauen mit den Kindern dann meist zur Herkunftsfamilie zurück.
  • Für Christen aus dem Volk der Toma, dass sie Mut haben, den Manya Gottes Liebe in Wort und Tat zu bezeugen.
  • Dass die Manya Lesen und Schreiben lernen und die Bibel in ihre Sprache übersetzt wird.
  • Dass Christen aus Guinea und anderen Ländern zu den Manya gesandt werden, um als Botschafter der Versöhnung tätig zu sein.