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Gebetskalender 2012

Tag 28

In unserer Nachbarschaft

Thursday, 16. August 2012

Muslime als Freunde

Irgendwo im Schwarzwald – 19:15 Uhr  Ortszeit. Ein Nebenraum einer Gemeinde wird aufgeschlossen, Sessel und Tische zurechtgerückt, eine Tischdecke aufgelegt, Teekannen, Gläser und kleine Schälchen verteilt. Es duftet lecker. Nach und nach kommen die Teilnehmer. Bei Roter Linsensuppe und einem Glas heißem Tee fällt es leicht, „anzukommen“.

Etwas später am Abend: Wir sind mitten im Austausch, wie wir als Einzelne, aber auch als ganze Gruppe, Muslime kennenlernen und Begegnungsmöglichkeiten schaffen können. Manchen fällt das leicht, weil Schule oder Nachbarschaft ganz natürliche Gelegenheiten schaffen – andere tun sich schwer. Bedenken, Vorbehalte und Misstrauen bestehen auf Seiten der Christen wie der Muslime.

Aber dann kommen auch die Ideen: Wir möchten einmal in die Moschee eingeladen werden, von Muslimen hören, was sie glauben. Viele Gemeinden tun das bereits und haben gute Erfahrungen gemacht. Wir wollen aber auch zu uns einladen und Gastfreundschaft zeigen.

Noch etwas später, nach einer Austauschrunde, beten wir für die muslimischen Freunde von Einzelnen aus der Gruppe. Wir beten: Um die Erfahrung, dass sie nicht alleine sind mit ihren Sorgen, ihren Krankheiten, ihren herausfordernden Familiensituationen. Dass sie erleben, wie Gott ihnen in Jesus sein Angesicht zuwendet. Wir beten auch für unsere Gemeindeglieder: Dass unsere Herzen barmherzig werden statt misstrauisch zu bleiben. Dass wir Mut haben, von der Hoffnung zu reden, die in uns lebt. Und dass wir sehen, wo der Heilige Geist bereits gewirkt hat, bevor wir überhaupt angefangen haben zu beten.

Es gibt manche solcher Initiativen, wo Gemeinden bewusst auf Muslime in ihrer Nachbarschaft zugehen. Es wäre eine großartige Frucht der diesjährigen Aktion „30 Tage Gebet für die islamische Welt“, wenn Sie mit Ihrer Gemeinde überlegen, wie so etwas in Ihrer Situation aussehen könnte.

WIR BETEN:

  • Für Gemeinden in unserem Land und weltweit, dass viele eine tiefe Liebe für Muslime in ihrer Nachbarschaft entwickeln und sich überlegen, wie sie Beziehungen aufbauen können.
  • Dass Muslime durch ihre Kontakte mit Christen Jesus persönlich begegnen.
  • Für Anknüpfungspunkte im Gespräch mit Muslimen, um geistliche Wahrheiten alltagsnah zu übersetzen.
  • Dass wir Muslimen nicht mit Angst und Misstrauen begegnen, sondern in ihnen Menschen sehen, deren Herzen, Träume, Rebellion und Sehnsucht Jesus kennt – und denen seine Sehnsucht und Liebe gelten.