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Gebetskalender 2013

Tag 13

Naher Osten

Sonntag, 21. Juli 2013

Christen in Bethlehem

Ob es eines Tages in Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu, keine Menschen mehr geben wird, die Jesus nachfolgen? Der Trend geht in diese Richtung. 
Der Anteil der Christen in den palästinen­sischen Gebieten einschließlich des Gazastreifens wird auf höchstens 1% geschätzt. Im Ausland leben viel mehr palästinensische Christen. Der immense Druck, dem sie in dieser Region oft ausgesetzt sind, veranlasst viele, ihre Zelte abzubrechen und auszuwandern.  Ein christlicher Pastor erzählt:

«Da ist die politische Situation. Wir Christen möchten in einem friedlichen Land leben, aber im Nahen Osten ist kein Frieden in Sicht. Auch der «arabische Frühling» in den umliegenden Ländern stimmt uns nicht zuversichtlich.  Wirtschaftlich fehlen uns Perspektiven. Etwa 40% der Christen sind arbeitslos.
Unser Platz als Christen in der Gesell­­schaft ist umstritten. Nicht selten be­­kommen wir zu spüren, dass wir eine kleine Minderheit sind. Geistlich sind wir umgeben von zwei großen Religionen, die Jesus als Herrn und Retter ablehnen. In ihren Augen sind wir «Ungläubige» und daher häufig Zielscheibe von Spott und Hohn. Zusätzlich übermannt die hiesigen Kirchen und Gemeinden nicht selten Mutlosigkeit, wenn sie das Gefühl haben, von der weltweiten Gemeinde Jesu im Stich gelassen zu werden. Allerdings ist uns auch klar, dass der Widersacher Gottes es sich zum Ziel gesetzt hat, das christliche Zeugnis im Land der Bibel auszulöschen.»

Doch noch gibt es Hoffnung. Verschiedene 
Gemeinden und Werke sind in den palästinensischen Gebieten aktiv. Sie können offen unter traditionellen Christen arbeiten. Wenn sie Muslimen dienen wollen, müssen sie sehr weise vorgehen. Durch verschiedene Aktivitäten kommen Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Eine Gemeinde in Bethlehem ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Ihr Pastor bezeugt: «Wir haben es erlebt und können bezeugen, dass Gott hier und heute Menschen errettet und Wunder tut.»

WIR BETEN:

  • Dass Gott die Christen in den palästinensischen Gebieten ermutigt, in ihrem Umfeld Licht und Salz zu sein.
  • Um Gottes Schutz für Menschen, die aus muslimischem Hintergrund zum Glauben an Jesus gekommen sind.
  • Um Weisheit für Pastoren, die solche Gläubige begleiten und im christlichen Glauben unterweisen.
  • Um Versöhnung und Frieden zwischen den ethnischen und religiösen Gruppen der Region.