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Gebetskalender 2013

Tag 14

Schlüsselthemen

Montag, 22. Juli 2013

Volksislam - ein Leben mit der Angst

Bilal wacht seit Wochen immer wieder zitternd vor Angst auf. Im Traum sieht er sich in eine geistliche Auseinandersetzung verwickelt und merkt, wie er den Kampf gegen diese geistlichen Mächte verliert. Er kann sich tagsüber nicht auf seine Arbeit konzentrieren und lässt seinen Frust an seiner Familie und seinen Freunden aus. Als er es nicht mehr aushält, geht er zum Scheich, einem anerkannten Gelehrten, der schon als Pilger in Mekka war. Dieser Geistliche gibt Bilal ein weißes Band, das er zum Schutz ums Handgelenk tragen soll, und ein Amulett, das er unter sein Kopfkissen legen soll.

Viele Muslime praktizieren eine Form von Islam, die «Volksislam» genannt wird. Darin werden abergläubische Praktiken mit dem orthodoxen Islam vermischt. Die Menschen haben große Angst vor Geistern und versuchen, diese zu besänftigen. In Indonesien ist es üblich, ein Huhn zu opfern, bevor man ein Haus baut. Kopf, Füße und Flügel des Huhns werden zusammen mit Reis und Gewürzen unter dem Fundament vergraben. Das Blut des Huhns wird auf den Steinen versprengt und eine Münze unter jeden Eckstein gelegt. Dann kann das Haus gebaut werden, ohne dass man den Zorn der Geister riskiert.

Im Volksislam spielen auch Pilgerfahrten zu Gräbern von Heiligen eine wichtige Rolle. Die Menschen führen dort bestimmte Rituale aus und zitieren den Koran. Manchmal stellen sie Wasser neben ein Grab und verteilen Blütenblätter davor, um so den Segen des Heiligen aufzunehmen. Das Wasser wird dann von Kranken getrunken, damit diese gesund werden. Die Blütenblätter im Badewasser sollen die Seele eines Menschen reinigen.

Bilal hat trotz all seiner Bemühungen weiter Alpträume. Schließlich besucht er eine christliche Gemeinde, wo er zum Glauben an Jesus Christus findet. Es dauert noch ziemlich lange, bis er seine Erfahrungen hinter sich lassen kann. Aber heute spricht er über die volksislamischen Praktiken und bezeugt die Freiheit, die er in Jesus Christus gefunden hat.

WIR BETEN:

  • Dass Muslime von der Macht der bösen Geister befreit werden. (Matth. 8,16; 10,1; Mk. 5,2-13; Apg. 16,16-18)
  • Dass Muslime, die den Messias kennenlernen, Bindungen aus ihrem alten Leben erkennen und bereit sind, sie loszuwerden.
  • Dass christliche Mitarbeiter «leuchten wie Himmelslichter in der Welt», während sie Menschen in der Dunkelheit Christus bezeugen. (Phil. 2,15)