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Gebetskalender 2014

Tag 7

Der Islam

Freitag, 4. Juli 2014

Beten im Islam

Heute ist Freitag, viele Muslime weltweit werden zur Moschee gehen um zu beten. Das Gebet im Islam ist eine der fünf religiösen Pflichten und sehr zentral. Unter Gebet versteht ein Moslem das genau vorgeschriebene vorformulierte, rituelle Gebet (salat), das von einem Erwachsenen fünfmal täglich auf Arabisch zu festen Zeiten und in Richtung Mekka verrichtet wird (vor Sonnenaufgang, um die Mittagszeit, am Nachmittag, beim Sonnenuntergang und nach dem Sonnenuntergang). Damit diese Gebete gültig sind, müssen sie genau zu diesen Zeiten verrichtet werden. 

Neben dem salat gibt es drei Möglichkeiten für zusätzliche rituelle Gebete, die der Islam empfiehlt: um Gott zu loben, ihn anzuflehen (z. B. bei einer Krankheit) oder ihn um Vergebung zu bitten. Diese Gebete (arabisch du’a) dürfen frei formuliert werden. Sie sind im Vergleich zum salat jedoch zweitrangig. 

Vorsätzlich nicht zu beten, gilt als Sünde. Nach islamischem Verständnis wird am Tag des Gerichts als Erstes geprüft, ob die Gebetszeiten eingehalten wurden. Da niemand dieser Anforderung, fünfmal täglich an jedem Tag des Lebens zu beten, genügen kann, leben Muslime in einer ständigen Angst vor Gottes Strafe. Gebet ist für sie nicht froher Ausdruck ihrer Beziehung zu Gott oder ein vertrautes Gespräch mit dem Vater. Vielmehr ist es eine Pflicht, die es bereits in jungen Jahren einzuüben gilt und die unbedingt erfüllt werden muss. Dieses Verständnis des Gebetes basiert auf der koranischen Vorstellung von Gott.

Im Vergleich dazu ist das Gebet nach biblischem Verständnis ein freiwilliges, freies und persönliches Reden mit Gott, geleitet durch den Heiligen Geist. Wir können jederzeit mit Gott reden und haben durch das Gebet Zugang zu seinem Thron. Welch ein Vorrecht!

WIR BETEN:

  • Dass heute Muslime bei ihrem Freitagsgebet von Gott berührt werden und eine Sehnsucht nach einem vertrauteren Verhältnis zu ihm bekommen.
  • Dass sie verstehen, dass Beten zu Gott kein Ritual ist, sondern Ausdruck einer innigen Beziehung.
  • Dass Muslime erkennen, dass Gott sie liebt und sie sich ihm durch Jesus Christus vertrauensvoll zuwenden können, ohne Angst, ihm nicht zu genügen.