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Gebetskalender 2015

Tag 5

Westafrika

Montag, 22. Juni 2015

Westafrika – eine Region zwischen zwei Ozeanen

Seit Menschengedenken lockten Gold, Elfenbein und Sklaven fremde Invasoren in diese Region, die zwischen «zwei Ozeanen» liegt: dem Atlantik im Westen und der Sahara im Norden. Die Sahara galt bis ins 8. Jahrhundert als unüberwindbar. Danach verschafften sich Eroberer aus dem Norden Zugang: Araber und Berber mit ihren Kamelkarawanen, die auf Sklaven, Gold und Elfenbein aus waren und ihren islamischen Glauben zurückließen.

Ab dem 15. Jahrhundert kamen Europäer über den Atlantik, um Handelsposten zu gründen und Sklaven, Gold und Elfenbein auszuführen. Schließlich schufen sie sich Kolonien vom heutigen Mauretanien im Norden bis nach Nigeria im Süden. In den 1960er Jahren krempelten Unabhängigkeitsbewegungen Westafrika um, und der alte Konflikt zwischen christlichen und muslimischen Gemeinschaften flammte wieder auf. Heute ist Westafrika aufgeteilt: im Norden und Osten und entlang der Sahel-Zone dominiert die muslimische Bevölkerung, entlang der Atlantikküste im Westen und Süden die christliche. Statt Sklaven, Gold und Elfenbein lockten im 20. Jahrhundert Diamanten und die ergiebigen Ölfelder in Nigeria, dem zahlenmäßig größten Land Afrikas, die Geldmacher an. Der ausbeuterische Reichtum hat bis heute viele Konflikte und Kriege zur Folge.

Im letzten Jahrhundert wuchs das Christentum in Westafrika schnell. Der Reichtum der Region kam hauptsächlich der christlichen Bevölkerung an der Atlantikküste zu Gute. Muslime im trockenen Inland jedoch führen einen Überlebenskampf, weil das Wachstum der Sahara und die globale Erwärmung ihnen Acker- und Weideland raubten. Als Resultat gibt es eine zunehmend verarmte und hoffnungslose muslimische Bevölkerung. Dieser Zustand bietet Nährboden für militante Bewegungen wie «Boko Haram», «Ansaru» und die «Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika». Andererseits entstehen Bewegungen von Muslimen hin zu Jesus: Entlang der Küstenregion finden viele ehemalige Muslime eine «neue Familie» in etablierten Gemeinden. In ländlichen Gegenden gibt es aus dem Volksislam Bewegungen hin zu Christus – aber auch in konservativer islamisch geprägten Gegenden, wo dann die neuen Jünger Jesu oft verfolgt werden. 

WIR BETEN:

  • Für die verschiedenen Bewegungen westafrikanischer Muslime hin zu Christus.
  • Für die physischen und geistlichen Nöte der Muslime Westafrikas.
  • Für Muslime, die zu Jesus finden, um deren Schutz vor Angriffen militanter Gruppen.