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Gebetskalender 2017

Tag 18

Südostasien

Dienstag, 13. Juni 2017

Die Minangkabau in West-Sumatra

Oh Allah, bitte lass dieses Kind ein Mädchen sein!« Nachdem Dedi und Puri schon vier Jungen hatten, beteten sie inbrünstig, dass ihr fünftes Kind ein Mädchen sein würde. Obwohl die Minangkabau in West-Sumatra zu einer stark muslimisch geprägten Volksgruppe gehören, wollen sie lieber Töchter als Söhne. Der Islam in West- Sumatra ist geprägt durch eine Gesellschaft, in der das Erbe auf die älteste Tochter übergeht. Die Söhne wachsen auf und ziehen weg, um ihr Glück zu machen. Die Töchter bleiben bei den Eltern und wenn sie heiraten, zieht ihr Ehemann zu ihnen. Blutsverwandte sind oft wichtiger als der Ehemann, der eher als ein Gast in der Familie gesehen wird. 

Während in den großen Städten die Familienbande an Bedeutung verlieren, muss trotzdem jedes Clanmitglied bei wichtigen Entscheidungen wie z. B. Landverkauf seine Zustimmung geben. Diese festen Beziehungen in den Familien sind ein großes Potenzial für das Evangelium, gleichzeitig aber auch das größte Hindernis. Die Angst anders zu sein und verachtet zu werden, hält viele Leute davon ab, ihren eigenen Glauben zu hinterfragen. 

Wenn Minangkabau zum Glauben an Christus kommen, werden sie in der Regel schnell von ihren Familien abgelehnt. Wenn der Mann zum Glauben kommt, kann sich die Frau von ihm scheiden lassen. Wenn eine Frau zum Glauben kommt, kann sie ihr Erbe verlieren. Unter den acht Millionen Minangkabau gibt es weniger als 1000 an Christus gläubige Menschen. Viele von ihnen sind Frauen, die christliche Männer geheiratet haben und deshalb zum christlichen Glauben übergetreten sind. 

Wir beten

  • Dass einflussreiche Frauen unter den Minangkabau zu Jesus finden. 
  • Dass sich viele Minankabau durch das Ringen um eine Zukunftsperspektive für den christlichen Glauben öffnen. 
  • Dass ganze Familien zum Glauben kommen und neues Leben in Jesus Christus erfahren.