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Als Botschafter des Friedens in Mogadischu

Ein persönlicher Bericht

«Als Muslim wollte ich wirklich Gott kennenlernen. In Jesus begegnete ich dann Gott als meinem liebenden himmlischen Vater. Ich sehnte mich nach Gewissheit der Vergebung meiner Sünden. In Jesus weiß ich, dass sie tatsächlich vergeben sind. Ich sehnte mich nach Gewissheit ewigen Heils und nun weiß ich durch Jesus, dass der Himmel mein Ziel ist. Ich bin so dankbar für die Art und Weise, wie der Islam mich vorbereitet hat, von Christus zu hören und an ihn zu glauben.»

Wenn im Himmel Freude herrscht über einen Sünder der umkehrt, dann muss der Himmel jubeln über einen Muslim aus Somalia, der heimkehren durfte. Ahmed Ali Haile (1953-2011) ist einer der wenigen Somalis, die vom Anfang bis zum Ende treu ihren Weg mit Jesus, dem Friedefürsten, gingen.  Seine Lebensgeschichte ist ein packendes Zeugnis der heilenden Kraft Christi in jenem harten, von Krieg zerrissenen Wüstenland am Horn von Afrika. 

Ahmed hatte mutig die Wahrheit der Bibel angenommen und dann gewagt, öffentlichen zu bekennen, von nun an mit Jesus leben zu wollen. Er studierte in den USA Theologie sowie aktuelle Ansätze zu Friedens- und Versöhnungsarbeit. Anfang der 80er Jahre kehrte er in seine verwundete und blutende Heimat Somalia zurück. Bald setzte Ahmed sich entschlossen als Friedensstifter mitten in einer Unzahl von verfeindeten und sich bitter bekämpfenden Gruppen ein. Bei einem Raketenangriff im Januar 1992 im blutgetränkten Mogadischu verlor er ein Bein, aber Gott bewahrte auf wunderbare Weise sein Leben.

Die restlichen 20 Jahre seines Lebens im Dienste des Friedefürsten wird Ahmed zum globalen Botschafter des Friedens. Er ist unablässig unterwegs wie in einem Marathonlauf. Zunehmend muss er auch gegen den Krebs ankämpfen, der ihn immer näher an die Ziellinie seines Lebens bringt. Seine letzten Worte führen uns zurück in seine Kindheit, wo er in Bulo Burte, dem «staubigen Platz» im Herzen Somalias, in einem Nomadenzelt aufwuchs. Dieses somalische Heim, bei dem ein zentraler Pfosten in der Mitte das ganze Zelt trägt, wird ihm zum Bild für die Gemeinde Jesu: «Mein Gebet ist, dass meine Geschichte den Herrn Jesus verherrlicht, der der zentrale Pfosten meines Lebens geworden ist, und dass dadurch die Gemeinde ermutigt wird, die mir zur Heimat geworden ist.»   

(Aus «Teatime in Mogadishu – my Journey as a Peace Ambassador in the World of Islam”, Herald Press, 2011. Mit freundlicher Genehmigung. 
www.heraldpress.com)